Fragen & Antworten

Rahmenbedingungen

  • E-Rezept steht für „elektronisches Rezept“. Das E-Rezept ersetzt den heutigen „rosa Zettel“ für alle Verordnungen von apothekenpflichtigen Arzneimitteln. Ihre Ärztin/Ihr Arzt erstellt das E-Rezept und es wird dann im Gesundheitsnetz (Telematikinfrastruktur) sicher und verschlüsselt gespeichert. Sie haben Zugriff auf das Rezept über die E-Rezept-App der gematik oder Sie können von Ihrer Arztpraxis einen Ausdruck erhalten. Mit der App oder dem Ausdruck können Sie dann das E-Rezept in der Apotheke einlösen.

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  • Der Rezeptcode berechtigt zur Einlösung eines E-Rezepts in der Apotheke. Sie können ihn der Apotheke elektronisch übermitteln oder vor Ort vorzeigen. Der Rezeptcode ähnelt einem QR-Code und enthält die Zugangsdaten zum E-Rezept. Diese Zugangsdaten dürfen nur dazu berechtigte Personen verwenden. Wenn Sie es wünschen, druckt Ihre Arztpraxis den Rezeptcode für Sie aus.

  • Seit dem 1. Juli 2021 läuft die Testphase für das E-Rezept. Bis Ende 2021 gilt eine Übergangsfrist, in der auch weiterhin die herkömmlichen Muster-16-Rezepte ausgestellt werden dürfen. Ab 2022 soll es für apothekenpflichtige Medikamente von gesetzlich Versicherten die Regel sein.

  • Seit dem 1. Juli 2021 gibt es die App bei Google Play (Android), in der App Gallery (Android auf Huawei-Geräten) und im App Store von Apple (iOS).

  • Das E-Rezept kann grundsätzlich ohne irgendwelche Voraussetzungen eingelöst werden. Die einfachste Variante ist der Ausdruck des E-Rezepts, welcher in der Apotheke vorgezeigt werden kann. Für die Nutzung der App gibt es Mindestanforderungen (siehe unter FAQ "E-Rezept-App)

  • Sie gehen mit Ihrem E-Rezept in die Apotheke und lösen es dort ein. Die einfachste Variante ist, dort den Ausdruck des E-Rezepts vorzulegen. Wenn Sie die E-Rezept-App nutzen wollen, können Sie Ihr E-Rezept über Ihr Smartphone vorzeigen. Dafür gibt es Mindestanforderungen (siehe unter FAQ „E-Rezept-App“ ).

  • Die Testphase des E-Rezepts läuft seit dem 1. Juli 2021 in der Fokusregion Berlin/Brandenburg. Das E-Rezept wird in dieser Region von ausgewählten Arztpraxen, Apotheken und Patientinnen und Patienten getestet und wissenschaftlich untersucht und bewertet. Für Sie bedeutet dies, dass Sie an der Evaluation teilnehmen können. Fragen Sie in Ihrer Arztpraxis nach dem Fragebogen.

  • Im ersten Schritt werden nur die Rezepte für apothekenpflichtige Arzneimittel elektronisch ausgestellt. Das E-Rezept wird dann stufenweise ausgebaut. Als Nächstes werden Rezepte für Betäubungsmittel, digitale Gesundheitsanwendungen und T-Rezepte digitalisiert.

  • Die gematik tauscht sich gerade mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung über eine mögliche Umsetzung aus. 

  • Die Informationen aus der E-Rezept-App werden nicht automatisch in eine andere Anwendung übertragen. Ihre Ärztin/Ihr Arzt oder Ihre Apothekerin/Ihr Apotheker kann die Informationen per Hand in den E-Medikationsplan übernehmen. Eine automatisierte Verknüpfung mit der E-Patientenakte ist aber geplant.

  • Sie können sich Ihre Apotheke weiterhin selbst aussuchen.

  • Nur wenn Sie im selben Quartal bereits bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt waren und dort die Gesundheitskarte vorgezeigt haben, müssen Sie nicht extra in die Praxis gehen. Das Folgerezept wird Ihnen dann direkt in der E-Rezept-App angezeigt. Bei Videosprechstunden können E-Rezepte ebenfalls ohne Besuch in einer Praxis ausgestellt werden, dort gilt ein Ersatzverfahren. 

  • Vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2021 ist das E-Rezept noch freiwillig. Ab dem 1. Januar 2022 ist Ihre Ärztin/Ihr Arzt gesetzlich dazu verpflichtet, nur noch E-Rezepte für apothekenpflichtige Medikamente auszustellen. In einzelnen Fällen, wie zum Beispiel bei Heimbesuchen oder wenn die Technik ausfällt, können weiterhin „rosa Rezepte“ verwendet werden. Für Sie ändert sich durch das E-Rezept nicht viel. Sie können weiterhin einen Ausdruck erhalten und diesen in der Apotheke vorzeigen.

  • Nur per E-Rezept-App können Sie den vollständigen Funktionsumfang nutzen. Am PC wird es eine „Anwendung der Versicherten“ geben (gemäß SGB V §338). Diese ermöglicht es, E-Rezepte und Protokolle zum E-Rezept einzusehen und E-Rezepte zu löschen. Über die E-Rezept-App können Sie darüber hinaus E-Rezepte einer Apotheke zuweisen und mit dieser kommunizieren.

  • Ja, der Gesetzgeber hat für die Verwaltung der E-Rezepte eine separate App definiert. Der gematik hat er die Aufgabe übertragen, die E-Rezept-App als unabhängige Stelle zu entwickeln und zu betreiben.

  • Ein E-Rezept kann ausschließlich über die E-Rezept-App der gematik einer Apotheke zugewiesen werden. Andere Apps sind dafür gesetzlich nicht zugelassen.

  • Ihre Apotheke ist dazu verpflichtet, Ihnen ein Alternativpräparat auszuhändigen, wenn das auf Ihrem Rezept nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird. Weitere Erklärungen zu diesem Thema finden Sie hier .

  • Das ist Sache der Apotheken und hat mit der Einführung des E-Rezepts nichts zu tun. Bitte fragen Sie Ihre Apotheke, ob die Lieferung per Botendienst an Ihre Adresse auch kostenlos möglich ist.

  • gematik: Nationale Agentur für Digitale Medizin

    Die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens ist eines der größten IT-Projekte Europas und wird die Gesundheitsversorgung von über 70 Millionen Menschen optimieren. Das Ziel der gematik besteht darin, diesen Prozess durch eine zeitgemäße und interoperable Telematikinfrastruktur sowie nutzerrelevante digitale Anwendungen sicher zu stellen. Digitale Anwendungen, die von der gematik spezifiziert und zugelassen werden, werden entscheidend dazu beitragen, dass medizinische Informationen, die für die Behandlung der Patienten benötigt werden, schneller und lückenloser verfügbar sind. Dazu werden in den kommenden Jahren, beginnend 2021, im besonderen Maße die elektronische Patientenakte (ePA) und das E-Rezept beitragen.

Ablauf

  • Das E-Rezept wird im Juli 2021 in einer Testphase in der Fokusregion Berlin-Brandenburg eingeführt. Die Systeme der Apotheken müssen aktualisiert werden, damit sie das E-Rezept verarbeiten können. Daher kann es in einer Übergangszeit vereinzelt zu der Situation kommen, dass eine Apotheke das E-Rezept nicht annehmen kann. Ab dem 1. Januar 2022 werden dann alle Apotheken E-Rezepte verarbeiten können. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Testphase in der Fokusregion Berlin-Brandenburg wird es eine Übersicht geben, welche Arztpraxen und Apotheken sich an der Erprobung beteiligen.

  • Das E-Rezept gibt es auch als Papierausdruck, auf dem für jedes E-Rezept ein Code abgebildet ist. Sie erhalten den Ausdruck in der Arztpraxis und können mit ihm zur Apotheke gehen oder Sie senden den Ausdruck per Post an eine Versandapotheke.

  • Wenn Sie die E-Rezept-App der gematik nutzen, haben Sie zwei Optionen:

    1. Direkt einlösen: Sie gehen einfach in eine Apotheke und zeigen mit der App den Rezeptcode vor und erhalten das Arzneimittel.
    2. Vorab online einlösen: Sie können das E-Rezept über die App auch online in einer Apotheke einlösen. Wählen Sie aus, ob Sie das Medikament abholen möchten oder einen Botendienst anfragen. Wenn die Apotheke einen Versand anbietet, können Sie die Bestellung auch über den Webshop abschließen und sich die Medikamente zusenden lassen.
  • Ja. Sie können sich das E-Rezept in der Arztpraxis ausdrucken lassen und es wie bisher per Post an die Versandapotheke schicken. Oder Sie übermitteln das E-Rezept über die E-Rezept-App. Wählen Sie im Einlöseprozess die gewünschte Versandapotheke aus (zum Beispiel über die Suchfunktion). Anschließend können Sie die Medikamente im Webshop der Versandapotheke bestellen.

  • Ja. Wenn Sie den Ausdruck eines Rezepts haben, können sie diesen in der Apotheke vorzeigen und einlösen. Sie können die Rezeptcodes auch in Ihrer E-Rezept-App einscannen und dann in der Apotheke vorzeigen.

  • Ja. Wenn Sie das Rezept in der E-Rezept-App einer bestimmten Apotheke zuweisen, lösen Sie dieses dort ein. Die Apotheke bestellt oder reserviert das Medikament für Sie. Die Apotheke kann Ihnen über die App Bescheid geben, wenn Sie das Medikament abholen können. 

  • Jede einzelne Verordnungszeile ist ein E-Rezept und kann somit separat eingelöst werden. Hierfür erhalten Sie zu jedem einzelnen E-Rezept einen Rezeptcode (in der E-Rezept-App oder auf dem Ausdruck).

E-Rezept-Ausdruck

E-Rezept-App

Anmeldung in der E-Rezept-App

  • Zur Anmeldung benötigen Sie Ihre Gesundheitskarte, die Sie von Ihrer Krankenkasse erhalten haben, und die dazugehörige PIN. Die Gesundheitskarte muss eine kontaktlose Schnittstelle (NFC) unterstützen. Ob Ihre Karte diese Technologie unterstützt, erkennen Sie an einer sechsstelligen Nummer oben rechts auf der Karte. Sollten Sie eine neue Karte oder die PIN benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse. Nach der ersten Authentifizierung in der App können Sie einwilligen, dass künftig biometrische Merkmale (Fingerabdruck, Gesichtsscan) zur Anmeldung verwendet werden. Dann benötigen Sie keine Gesundheitskarte mehr, um sich in der E-Rezept-App anzumelden.

  • Ohne Anmeldung mit einer NFC-fähigen Gesundheitskarte können Sie mit der App Rezeptcodes scannen und in der Apotheke vorzeigen. Es ist jedoch nicht möglich, die Inhalte eines E-Rezepts einzusehen oder über die App mit einer Apotheke zu kommunizieren. Die gematik prüft derzeit, ob sie die App dahingehend erweitert, dass der Rezeptcode auch elektronisch übertragen werden kann.

  • NFC steht für Near Field Communication und ist eine Schnittstelle, die neuere Handys anbieten, um kontaktlos Informationen zu übertragen. Probieren Sie, sich in der E-Rezept-App anzumelden. Die App überprüft dann, ob Ihr Handy diese Funktion unterstützt.

  • Die E-Rezept-App der gematik kann auch ohne NFC genutzt werden. Folgende Grundfunktionalitäten der App stehen auch dann zur Verfügung: Rezeptcode abfotografieren, einscannen und speichern (für sich selbst oder eine andere Person, zum Beispiel das Kind oder die Mutter) und E-Rezept in einer Apotheke einlösen.

  • Auf der Vorderseite der Gesundheitskarte sehen Sie die Deutschlandfarben an der rechten oberen Ecke. Wenn darunter eine sechsstellige Nummer steht, die sogenannte CAN, haben Sie die neuste Generation. Auf vielen Gesundheitskarten weist auch ein Empfangssymbol darauf hin, dass Sie die neuste Generation der Gesundheitskarte besitzen.

  • Bitte kontaktieren Sie hierfür Ihre Krankenkasse. Diese neuen Karten werden bereits von den Krankenkassen ausgegeben. Wenn sie noch keine NFC-fähige Gesundheitskarte erhalten haben, können Sie eine solche kostenfrei bei der Krankenkasse anfragen.

  • Die E-Rezept-App der gematik kann auch genutzt werden, wenn keine Gesundheitskarte mit NFC vorliegt. Folgende Grundfunktionalitäten der App stehen auch dann zur Verfügung: Rezeptcode einscannen und speichern (für sich selbst oder eine andere Person, zum Beispiel das Kind oder die Mutter) und E-Rezept in einer Apotheke einlösen.

  • Um die PIN zu Ihrer Gesundheitskarte zu erhalten, müssen Sie ein sicheres Identifikationsverfahren durchlaufen. Bitte kontaktieren Sie hierfür Ihre Krankenkasse.

  • Bitte wenden Sie sich an Ihre Krankenversicherung, falls Ihre PIN gesperrt ist. Wir planen, in der App eine automatische Entsperrfunktion mit Ihrem Personal Unblocking Key (PUK) einzurichten.

  • Hierfür kann es unterschiedliche Gründe geben:

    1. Ihre Karte ist nicht für eine NFC-Anmeldung geeignet.
      Bitte prüfen Sie, ob Ihre Gesundheitskarte folgende Merkmale aufweist: Unterhalb der Streifen in Schwarz-Rot-Gold in der rechten oberen Ecke befindet sich eine sechsstellige Nummer. Hierbei handelt es sich um die Kartenzugangsnummer (Card Access Number, CAN). Verfügt Ihre Karte über keine CAN, handelt es sich um keine NFC-kompatible Gesundheitskarte. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an Ihre Krankenversicherung, um eine neue Karte zu beantragen.
    2. Ihr Gerät verfügt über keine NFC
      Near Field Communication (Nahfeldkommunikation, NFC) ist eine weitverbreitete Technologie, über die die App die Kommunikation mit Ihrer Gesundheitskarte aufnimmt. Sollte Ihr Gerät über kein NFC-Modul verfügen (wenn Sie beispielsweise die E-Rezept-App auf einem iPad nutzen), können Sie sich in der App nicht mit Ihrer Gesundheitskarte anmelden. In diesem Falle können Sie Rezepte per Scan-Funktion in die App importieren.
    3. Das NFC Ihres Geräts ist deaktiviert
      Navigieren Sie in die Geräteeinstellungen und aktivieren Sie dort NFC. NFC muss lediglich für die Anmeldung aktiviert sein. Nach der Anmeldung können Sie es wieder deaktivieren.
    4. Das NFC Ihres Geräts scheint zu schwach zu sein. 
      Bitte prüfen Sie, ob Sie die Verbindung zwischen Gerät und Gesundheitskarte verbessern können, gegebenenfalls indem Sie die Gerätehülle abnehmen.
    5. Die Verbindung zwischen Gerät und Karte bricht mitten im Anmeldeprozess ab.
      Unser Tipp: Legen Sie die Gesundheitskarte auf eine glatte, ebene Fläche, etwa auf einen Tisch. Legen Sie anschließend Ihr Gerät mit dem Geräterücken auf die Gesundheitskarte und ziehen Sie es langsam von oben nach unten über die Karte. Wird eine Verbindung hergestellt, lassen Sie das Gerät ruhig liegen, bis die Authentifizierung abgeschlossen ist.
  • Hierfür kann es unterschiedliche Gründe geben:

    1. Ihre Karte ist nicht für eine NFC-Anmeldung geeignet.
      Bitte prüfen Sie, ob Ihre Gesundheitskarte folgende Merkmale aufweist: Unterhalb der Streifen in Schwarz-Rot-Gold in der rechten oberen Ecke befindet sich eine sechsstellige Nummer. Hierbei handelt es sich um die Kartenzugangsnummer (Card Access Number, CAN). Verfügt Ihre Karte über keine CAN, handelt es sich um keine NFC-kompatible Gesundheitskarte. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an Ihre Krankenversicherung, um eine neue Karte zu beantragen.
    2. Ihr Gerät verfügt über keine NFC.
      Near Field Communication (Nahfeldkommunikation, NFC) ist eine weitverbreitete Technologie, über die die App die Kommunikation mit Ihrer Gesundheitskarte aufnimmt. Sollte Ihr Gerät über kein NFC-Modul verfügen, können Sie sich in der App nicht mit Ihrer Gesundheitskarte anmelden. In diesem Falle können Sie Rezepte per Scan-Funktion in die App importieren.
    3. Das NFC Ihres Geräts ist deaktiviert. 
      Navigieren Sie in die Geräteeinstellungen und aktivieren Sie dort NFC. NFC muss lediglich für die Anmeldung aktiviert sein. Nach der Anmeldung können Sie es wieder deaktivieren.
    4. Das NFC Ihres Geräts scheint zu schwach zu sein.
      Bitte prüfen Sie, ob Sie die Verbindung zwischen Gerät und Karte verbessern können, gegebenenfalls indem Sie die Gerätehülle abnehmen.
    5. Die Verbindung zwischen Gerät und Karte bricht mitten im Anmeldeprozess ab.
      Unser Tipp: Legen Sie die Gesundheitskarte auf eine glatte, ebene Fläche, etwa auf einen Tisch. Legen Sie anschließend Ihr Gerät mit dem Geräterücken auf die Gesundheitskarte und ziehen Sie es langsam von oben nach unten über die Karte. Wird eine Verbindung hergestellt, lassen Sie das Gerät ruhig liegen, bis die Authentifizierung abgeschlossen ist.
  • Diese Funktionalität ist geplant und wird zeitnah umgesetzt. Aktuell können Sie nur eine Gesundheitskarte in der App anmelden.

  • Neben Ihrer Gesundheitskarte können Sie für die Anmeldung in der App auch biometrische Merkmale (Fingerabdruck, Gesichtsscan) nutzen. Hierzu verwendet die E-Rezept-App automatisch die biometrischen Sensoren Ihres Geräts.

  • Weil es komfortabler ist. Aus Sicherheitsgründen wird Ihre Anmeldung bei der E-Rezept-App über drei Faktoren abgesichert: Ihre Kartenzugangsnummer (CAN), eine geheime PIN und Ihre Gesundheitskarte. Um diesen Vorgang nicht bei jeder erneuten Anmeldung wiederholen zu müssen, können diese Informationen biometrisch gesichert auf Ihrem Gerät abgelegt werden.

  • Ja. Wenn Sie zwischenzeitlich eine neue Gesundheitskarte erhalten haben, können Sie weiterhin auf die Daten zugreifen. Bitte beachten Sie, dass Sie neben der neuen Gesundheitskarte auch eine neue PIN von Ihrer Krankenkasse benötigen. Sofern Sie noch keine neue Gesundheitskarte erhalten haben, beantragen Sie bitte umgehend eine neue bei Ihrer Krankenkasse. Sie dient als Nachweis für Ihren Versichertenstatus und ist Voraussetzung dafür, dass Ihre Ärztin/Ihr Arzt Ihnen ein Rezept ausstellen kann.

Sicherheit & Datenschutz

  • Die Daten des E-Rezepts werden verschlüsselt auf Servern der Telematikinfrastruktur (Gesundheitsnetz) gespeichert, die in einem gesicherten Rechenzentrum stehen. Für die Verarbeitung des E-Rezepts sind bestimmte „Schlüssel“ erforderlich. Diese werden durch ein technisches Modul (Hardware Security Module), das sensible Daten hardwarebasiert schützt, erzeugt. Dadurch hat der Betreiber des E-Rezept-Fachdienstes keinen Zugriff auf die erzeugten Schlüssel. Das heißt: Nur Sie, die/der verordnende/-r Ärztin/Arzt und die Apotheke, der Sie per E-Rezept-App oder Ausdruck den Zugriff erlaubt haben, können Ihre Daten einsehen.

  • E-Rezepte werden 100 Tagen nach der Einlösung automatisch gelöscht (gemäß SGB V §360 Abs. 6). Versicherte können ihr E-Rezept selbst löschen – auch ohne dass das E-Rezept eingelöst wurde. E-Rezepte, die nicht eingelöst wurden, werden automatisch zehn Tage nach Ablauf der Rezeptgültigkeit (Datum der Rezeptausstellung + 92 Kalendertage) gelöscht.

  • Die E-Rezepte werden beim Transport vom E-Rezept-Fachdienst zur E-Rezept-App über eine Transport-Layer-Security-Verbindung verschlüsselt. Damit selbst der Anbieter des E-Rezept-Fachdienstes keinen Einblick in die übertragenden E-Rezepte erhält, wird eine weitere Transportsicherung aufgebaut. Sie reicht bis in die vertrauenswürdige Ausführungsumgebung, auf die der Anbieter des E-Rezept-Fachdienstes selbst keinen Zugriff hat.

  • Die E-Rezepte werden von der Arztpraxis verschlüsselt an einen zentralen Dienst übertragen, dort verschlüsselt gespeichert und verarbeitet und wieder verschlüsselt von der Apotheke abgerufen. Damit sind die E-Rezepte vor unbefugtem Zugriff geschützt. Zudem können nur Personen ein E-Rezept abrufen, die im Besitz des Rezeptcodes (E-Rezept-Token) sind. Das können die/der Versicherte selbst, ein Vertreter oder die Apotheke sein. Die/der verordnende Ärztin/Arzt kann ein E-Rezept in begründeten Fällen wieder löschen.

  • Dies wird durch zwei Maßnahmen sichergestellt: Zum einen werden die Komponenten des E-Rezepts von unabhängigen Gutachtern geprüft, bevor sie verwendet werden dürfen. Zum anderen überwacht die gematik die Einhaltung von Datenschutz und Sicherheit durch technische Systeme und durch Personen, die regelmäßig Audits beim Betreiber des E-Rezept-Fachdienstes durchführen. Die unabhängigen Gutachterinnen und Gutachter erstellen sowohl ein Produktgutachten für den E-Rezept-Fachdienst als auch ein Sicherheitsgutachten über den sicheren Betrieb des Anbieters des E-Rezept-Fachdienstes. Zudem muss der Anbieter über ein weiteres Gutachten nachweisen, dass er in der Lage ist, sichere Software zu entwickeln. Diese Gutachten werden von der gematik geprüft. Für die E-Rezept-App beauftragt die gematik (gemäß PDSG bzw. SGB V §360 Abs. 5) ein Sicherheitsgutachten, das dann vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und der gematik geprüft wird. Dieses Gutachten beinhaltet auch die Schnittstellen der App zum E-Rezept-Fachdienst und zum Identity Provider. Alle Gutachten müssen regelmäßig erneuert werden. Um Angriffe auf den E-Rezept-Fachdienst rechtzeitig erkennen zu können, findet ein permanentes Security Monitoring statt. Dieses wird von der gematik zusammen mit dem Anbieter des E-Rezept-Fachdiensts durchgeführt. Wenn der Anbieter Sicherheitsvorfälle erkennt, muss er die gematik darüber informieren. Neben dieser ständigen technischen Überwachung finden regelmäßig Audits statt, in denen die gematik überprüft, ob der Anbieter des E-Rezept-Fachdienstes die Vorgaben einhält.

  • Der Status des E-Rezepts wird im Gesundheitsnetz (Telematikinfrastruktur) zentral gespeichert. Daher kann es nicht mehrfach eingelöst werden. Sobald eine Apotheke ein E-Rezept eingelöst hat, wird der Status geändert und das lässt eine zweite Einlösung nicht zu.

  • Die Ärztin/der Arzt versieht das E-Rezept mit einer qualifizierten elektronischen Signatur. Diese entspricht der Unterschrift auf den heutigen Papierrezepten. Im Unterschied zur handschriftlichen Unterschrift kann die qualifizierte elektronische Signatur praktisch nicht gefälscht werden. Anhand der qualifizierten elektronischen Signatur kann die Apotheke technisch zuverlässig feststellen, wer das E-Rezept ausgestellt hat und ob der Inhalt des E-Rezepts gegebenenfalls unbefugt verändert wurde.

  • Nein. Nur die/der verordnende/-r Ärztin/Arzt selbst und die Apotheke Ihrer Wahl können das E-Rezept einsehen. Wenn Sie das Rezept elektronisch mit einer dritten Person geteilt haben, kann auch diese das Rezept einsehen, sofern sie in der E-Rezept-App angemeldet ist.

  • Daten über Ihr Nutzungsverhalten werden ausschließlich anonym erhoben und nur, wenn Sie dem zustimmen. Hierzu gehören: Session-Dauer, Screen-IDs, Verweildauer auf Session-IDs, Actions (wie Abbrechen-Buttons), Informationen über das Betriebssystem und Geräteinformationen.

  • Statistisch aussagekräftige Informationen helfen dem Entwicklungsteam dabei, Schwachstellen im Nutzungserlebnis (User Experience) zu erkennen. Werden Interaktionen mit der App erfolgreich zu Ende geführt oder gibt es hohe Abbruchquoten? Werden Funktionen genutzt oder ignoriert? Läuft die App stabil oder kommt es vermehrt zu Abstürzen? Diese Informationen unterstützen die Produktentwicklung dabei, Ziele festzulegen und zu überprüfen und die App im Sinne der Versicherten zu verbessern.

  • Personenbezogene Daten im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung der EU werden weder erhoben noch gespeichert.

  • Die anonymen Rohdaten bleiben bei der gematik.

  • Alle Daten werden anonym erhoben. Die gematik kann daher keine personenbezogenen Zusammenstellungen von Interaktionen erstellen.

  • Um Missbrauch zu vermeiden, können Rezepte nur nach der Authentifizierung mit einer Gesundheitskarte oder nach einer biometrischen Identitätsprüfung synchronisiert werden. Zudem empfehlen wir, auch den Start der App durch eine biometrische Zugangssperre zu sichern.

  • Ab dem 1. Januar 2022 wird die gematik eine Anwendung bereitstellen, die es ermöglicht, die Protokolldaten auch über einen Computer einzusehen.